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Huforthopädie

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Barbara Kroen, Huforthopädin, Pensionsstallbesitzerin, schreibt über ihre Erfahrungen mit Schotterboden [zurück]:

Wir haben einen Bewegungsstall mit ca. 25 Pferden in einer gemischten Gruppe (Stuten, Wallache, Ponys und Pferde verschiedenster Rassen, 6 bis 29jährige, Reit und Ruhestandspferde). Unser ca. 1.800 qm großer Auslauf ist mit Schotter befestigt. Auf dem natürlichen Lehmboden haben wir 20 cm Schotter (Mineralbeton, Körnung 0- 50 mm) aufgebracht und festgerüttelt, danach eine dünne Schicht Kaolinsand (Vorsieb aus dem nahen Steinbruch, Körnung 0 - 8 mm) aufgebracht und nochmals festgerüttelt. Der Boden ist fest und matschfrei im Winter, mit dem Traktor befahrbar, bei Frost kann man die Pferdeäpfel mit dem Traktor abschieben. Einzelne Stellen (Wendepunkte vom Traktor, vor den Heuraufen) muss man jährlich reparieren, da dort der Schotter wieder locker wird. Der Kaolinsand wird im Laufe des Winters zum großen Teil mit ausgemistet und muss dann wieder ergänzt werden. Der Boden ist recht preiswert im Vergleich zu dem, was sonst so empfohlen wird (Kunststoffgitter, etc). Allerdings erschrecken die meisten Leute, wenn ich erzähle, dass unsere Pferde auf Schotter laufen, deshalb erwähne ich es nicht mehr. Ich bin sehr zufrieden mit dem Boden, habe bis jetzt keine wirkliche Alternative gefunden, die für uns in Frage käme. Die meisten Pferde, auch wenn sie schon länger barfuß laufen, müssen sich erst an unseren Boden gewöhnen und laufen anfangs fühlig. Das dauert unterschiedlich lange, haben sich die Pferde dran gewöhnt wachsen die Hufe ungewöhnlich schnell. Viele Pferde müssen inzwischen spätestens alle 3 Wochen ausgeschnitten werden und selbst dann muss ich oft noch an Höhe nehmen, vor allem, wenn sie nur sporadisch geritten werden. Allerdings offenbart dieser Boden sehr schnell Schwachstellen an den Hufen, wenn sie nicht richtig oder nicht häufig genug bearbeitet werden. Da gibt es dann ganz schnell hohle Wände, Risse, ausbrechende schräge Wände. Da ist dann ganz schnell unser "schlechter Boden" Schuld, wenn es Probleme mit den Hufen gibt. Eisenbeschlag ist bei uns nur vorne erlaubt, hinten nur reiner Kunststoffbeschlag, der bei unsymmetrischen Hufen ja auch nicht unproblematisch ist. Dies war unter anderem für mich ein ausschlaggebender Grund, bei Herrn Biernat die Ausbildung zur Huforthopädin zu beginnen. Gerade habe ich die Zwischenprüfung hinter mir, hoffentlich ist alles gut gegangen! Bei guter Hufpflege haben die Pferde mit diesem Boden jedenfalls kein Problem, im Gegenteil! Ich denke also, dass der Boden sehr wohl auch für größere Ställe geeignet ist, wenn auch Huforthopäden an die Hufe gelassen werden und die Besitzer bereit sind, kurze Bearbeitungsintervalle zuzulassen, dies ist eher das Problem.