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Vorsiebschotter im Offenstall [zurück]:

Wir halten unsere Pferde im Offenstall. In unserem früheren Stall war der Auslaufboden (ca. 300 m²) mit Vorsiebschotter befestigt.

Vorsiebschotter ist der preisgünstigste Schotter, darin sind Steine (fast) aller Größen bis hin zum Sand enthalten. Sein Vorteil ist dadurch, dass er sich mit der Zeit so fest tritt, dass er sogar abgefegt werden kann und lose Steine fast nicht mehr zu finden sind. Die eingetretetenen Steine runden sich mit der Zeit durch den Abrieb und das Regenwasser.
Wenn einmal die Pferdehaltung aufgegeben wird, erobert sich die Natur den Raum schnell wieder und der Besitzer erhält einen sehr belastbaren Schotterrasen.

Was macht Schotterboden mit den Hufen unserer Pferde?
Schotter ist ein sehr reizintensiver Boden. Zunächst gehen die Pferde darauf sehr fühlig. Aber Reize fachen die Lebenstätigkeit an, das Steppentier Pferd passt sein Hornwachstum dieser Belastung an. So sind nach anfänglicher Eingewöhnungsphase unsere Pferde auch beim Ausritt wesentlich unempfindlicher gegenüber steinigen Böden.
Im Gegensatz zu Pflaster- und Betonboden ist Schotter abriebarm. Die Hufe laufen sich im Schotterauslauf wesentlich weniger ab. Das hat Vorteile wenn man, wie wir, fast ausschließlich im Gelände reitet und auf genügend Hornwachstum und wenig Abrieb angewiesen ist.

Nicht alles bei uns war jedoch geschottert! Unser Futterstall war ein alter Rinderstall mit Betonboden. Hier gab es auch keine Einstreu. Dieser Stall wurde täglich komplett sauber gefegt. Hier hatten es die Pferde bei jedem Wetter sauber und trocken.
Der Lieblingsplatz der Pferde im Auslauf (mit viel Sonne und dem besten Rundum-Blick ) war nicht geschottert: dort lag die vom Auslaufboden abgezogene Erde, auf die wir noch ein Trennvlies legen wollten, damit wir eine Fuhre Sand zum Wälzen und Koten ausbringen können. Unsere Pferde suchen gerne "ihre" Toilette auf und je attraktiver sie ihnen gemacht wird, umso weniger "müssen" sie im Schlafstall machen.
Der Schlafstall hatte je einen Ausgang auf zwei Seiten über Eck, und einen Naturboden. 12m² waren davon als Liegefläche eingestreut. Bei der Einstreu bin ich experimentierfreudig und probiere verschiedene Varianten aus (Praxisbericht Einstreu)