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Fallbeispiel 5: [zurück]

Stellungskorrektur
Merlin Schleswiger Kaltblut
Einfallsreich geschmiedete Eisenkreationen über völlig ruinierten Hufen:



Eisenabnahme:

Nach 12 Monaten:

Merlin Volidor
Merln Volilat
Merlin Volisol


Das Kaltblut Merlin war ein Sorgenfall, als er mit völlig ruinierten Hufen zu mir kam. Über Jahre hinweg wurde er auf Rehe behandelt, weil die Hufe in unkontrollierbare Richtungen davonwuchsen und diese desaströsen Zustände auf dem Röntgenbild als Hufbeinrotation wie leider zu oft diagnostiziert wurden. Das stattliche Kaltblut wurde forthin auf strenge Hungerdiät gesetzt und bekam über Jahre in hoher Dosierung Spezialmineralfutter, um das Hufwachstum zu verbessern. Da der Schmied (und Tierarzt in einer Person!) die Hufform nicht mehr unter seine Kontrolle brachte, wurden unglaubliche Spezialeisen angefertigt mit den sichtbaren Folgen.
Die erste Behandlung war eine Tortur für alle Beteiligten, weil Merlin nicht auf einem der Vorderbeine stehen konnte und auch sehr misstrauisch war, was wir gut nachvollziehen konnten, es uns die Arbeit jedoch nicht besonders erleichterte. (daher die teilweise nicht gesäuberten Hufe auf den Fotos, es musste schnell gehen!) Die Hufwände hatten anfangs keine tragfähigen Anteile, entweder waren diese weggebrochen, völlig weggehebelt oder sie lagen in großen Falten. Lediglich der Strahl war verhältnismäßig gesund und trug den Löwenanteil von Merlins Gewicht.
Wegen der starken Behänge kann man leider auf den Fotos nicht sehen, dass die Hufwände seitlich vor allem auf dem rechten Huf durch die Überlastung so weit hochgestaut waren, dass sie den Hufknorpeln und dem Krongelenk mächtig Schwierigkeiten bereiten mussten: das Abwinkeln an diesem Huf war unmöglich und mit Schmerzen verbunden. Merlin wurde mit eigens angefertigten „Hausschlappen“ versorgt und trug diese, wenn er die Box verließ.
Nach anfänglicher Lahmheit ging es Merlin jede Woche besser, die Ernährung wurde unter fachkundiger Betreuung (siehe Linkliste) umgestellt, Merlin wurde schließlich wieder geritten und hatte zunehmend Spaß am Laufen. Die Hausschlappen passten nicht mehr. Die hochgeschobenen Seitenwände kamen allmählich herunter, lediglich rechts zeigte Merlin vor allem in Wendungen Schmerzen, ob Langzeitschäden an der Knochensäule bleiben, könnte nur durch Röntgenaufnahmen geklärt werden.