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Fallbeispiel 1: [zurück]

Rehepferde
Katja Württemberger Warmblut
Vor huforthopädischer Behandlung:


Nach 15 Monaten:


Eisenabnahme:
Fast ein typischer Rehe-Huf, die Lamellenschicht zwischen Hufbein und Zehenwand hat ihre Funktion aufgegeben und die Wand losgelassen. Durch den Bodengegendruck hebelt die Wand ungehindert nach vorne und wird auch durch die Eisen nicht gehalten. Bei Eisenabnahme ist die sog. „Weiße Linie“ auf 2 cm Breite aufgedehnt.
Die Hufbehandlung in dieser Zeit zielte darauf ab, diesen enormen Hebel der Zehenwand zu minimieren, möglichst ohne den Bodenkontakt an der Zehe komplett aufzugeben (wird konventionell durch abflexen/abraspeln der gesamten Zehenwand praktiziert). Da nämlich die hornproduzierenden Lederhäute durch Reize (Bodengegendruck) wachsen, muss man streng darauf achten, dass die gesamte Hufwand möglichst ausgewogen belastet wird, um den ohnehin völlig aus der Balance gebrachten Hornschuh in eine physiologische Form zurückführen zu können. Beim Zwischenstand nach einem halben Jahr ist schon eine deutliche Verbesserung zu sehen, Katja läuft mittlerweile wieder von ihren Hufen völlig unbeeinträchtigt.

Nach 1,5 Jahren:
Kaum einer hätte es für möglich gehalten: Katja wurde seit ein paar Monaten wieder ein bisschen (im Schritt!) ins Gelände geritten! Natürlich musste die Besitzerin Rücksicht auf ihre Arthrosen im Karpalgelenk nehmen, da aber Katja im Sommer auf der Weide die Herde ganz schön auf Trab gehalten hatte – von Behinderung keine Spur! – wollte sie’s wagen, und siehe da: Katja hatte Spaß am Laufen und jeder wunderte sich, wie flott sie im Gelände unterwegs war. Die Hufe jedenfalls waren ihr jetzt nicht mehr im Weg. Durch die Arthrosen hatte Katja natürlich einen eingeschränkten Bewegungsablauf, und entsprechend llief sie sich ihre Hufe ab. Hier kann man auch wieder sehr gut sehen, dass bei der huforthopädischen Betreuung solche Behinderungen nicht ignoriert werden, sich aber auch hier mit der Zeit recht symmetrische Hufe entwickeln. Der Hufbeinträger war zur dem Zeitpunkt noch ca. 0,5 cm aufgedehnt, entsprechend war die Huf-Fesselachse noch etwas gebrochen, es ist aber sichtbar, wie der Huf von oben wieder ein Stück steiler herunterwuchs.


Katja im Portrait Karpalgelenke